Anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen (Orange Day) fand am 25. November 2025 die Veranstaltung „Gewalt gegen Frauen – wie ‚orange‘ kann und soll das Strafrecht sein?“ statt. Die Veranstaltung wurde auf Initiative der Dezentralen Gleichstellungsbeauftragten der Juristischen Fakultät im 14. Stock des Hochhauses von Mitgliedern des Kriminalwissenschaftlichen Instituts der Leibniz Universität Hannover organisiert.
Im Mittelpunkt standen kurze Impulsvorträge à 8 Minuten zu verschiedenen Aspekten geschlechtsspezifischer Gewalt und deren strafrechtlicher Einordnung. Die Impulse wurden von Prof. Dr. Susanne Beck, LL.M., und Mitarbeitenden ihres Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Strafvergleichung und Rechtsphilosophie gestaltet und griffen zentrale rechtspolitische und dogmatische Fragestellungen auf.
Diskutiert wurden dabei folgende Fragestellungen:
- Braucht es eine feministische Kriminalpolitik?
– Prof. Dr. Susanne Beck, LL.M. (LSE) - Braucht es ein Mordmerkmal für Femizide?
– sHk. Marcel Grünebast - Braucht es einen eigenen Catcalling-Tatbestand?
– Dipl.-Jur. Pia Pielhau - Braucht es mehr strafrechtlichen Schutz vor (sexueller) Gewalt in Abhängigkeitsverhältnissen?
– Dipl.-Jur. Laura Dietz - Braucht es eine „Ja-heißt-Ja“-Lösung?
– Dr. Maximilian Nussbaum, LL.M.
Die Impulsvorträge dienten als Ausgangspunkt für eine vertiefte Auseinandersetzung mit den jeweiligen Themen. Im Anschluss hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, die einzelnen Fragestellungen der Impulse in Kleingruppen zu diskutieren. Dieses Angebot wurde vom Publikum intensiv genutzt und führte zu zahlreichen differenzierten und konstruktiven Diskussionen: An den verschiedenen Tischen der Kleingruppen wurden die einzelnen Fragen nacheinander erörtert. Die jeweiligen Impulsgeberinnen und Impulsgeber nahmen an den Diskussionen teil, setzten sich zu den entsprechenden Tischen und unterstützten den Austausch durch weiterführende Einordnungen und Diskussionsbeiträge. Dadurch entstand ein lebendiger Dialog zwischen Vortragenden und Teilnehmenden.
Die Veranstaltung zeichnete sich insgesamt durch eine rege Beteiligung, ein großes inhaltliches Interesse und eine offene Diskussionsatmosphäre aus. Wir danken allen Mitwirkenden und Teilnehmenden herzlich für die engagierte Teilnahme und den gelungenen Austausch.
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